Steude Quartett

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Die Rheinpfalz  Ludwigshafener Rundschau

Von Wiener Tugenden

Da hat das Wiener Steude-Quartett gemeinsam mit der Pianistin Barbara Moser in Schumanns op.44, dem Klavierquintett in Es-Dur, und mit dem als Zugabe gespielten Schlußrondo aus Mozarts g-Moll- Klavierquartett (KV 478) unverwechselbare Akzente gesetzt. ...

Schumanns Klavierquintett war in einer durch mitreißend vitalen Elan, nie nachlassenden expressiven Nachdruck, feurigen, im besten Sinne musikantischen Impuls, markante Akzentuierung und konzise Diktion geprägten Aufführung zu erleben. Nicht zuletzt: ein so eleganter und stilvoller Mozart, wie diesmal von Volkhard Steude, Elmar Landerer, Wolfgang Härtel und Barbara Moser als Zugabe vorgetragen, hat ebenfalls Seltenheitswert.

Kleine Zeitung - Klagenfurt

Glanzvoller Saisonauftakt bei der Mozartgemeinde

Die vier Herren (Mitglieder der Wiener Philharmoniker) zeigten zur Saisoneröffnung der Mozartgemeinde, was in ihnen an exzellenter Virtuosität, traumwandlerischer Sicherheit und Vitalität steckt. ... Souverän erklang Schuberts Streichquartett in Es-Dur D 8. Das sogenannte "Frühlingsquartett" von Mozart bezauberte mit eleganter Linienführung nach Haydnschem Muster.

Die Presse - Wien

Gelungener Start für den Zyklus "ZEIT.ZEUGEN"

Es wurde ein anregender Dialog über die Anforderungen, die die neue Musik an Interpreten und ans Publikum stellt. Pichler berichtete über seine Erfahrungen mit der Uraufführung von Schnittkes viertem Streichquartett und merkte an, dass perfekte Notentreue allein nur die halbe Miete bedeute. Das Steude Quartett trat mit Schnittkes zweitem Streichquartett sogleich den Beweis dafür an. ... Die Musiker meisterten die hohen Ansprüche perfekt und begeisterten mit einer dichten, spannungsvollen Interpretation. Dass sie sich blendend auf Haydn verstehen und Schumann klangvoll philharmonisch musizieren können, hatten sie davor bewiesen. So erlebte man den beglückenden Start einer Serie, die über gewohnte Muster erfrischend hinausreicht.

Märkische Allgemeine - Brandenburg

Sternstunde mit Steude-Quartett

... Dieses Streichquartett spielt mit traumwandlerischer Sicherheit und viel Spielfreude. Ob leise, intime musikalische Momente oder aufbrausende Tutti-Passagen – Volkhard Steude und Holger Groh (Violine), Elmar Landerer (Viola) sowie Wolfgang Härtel am Violoncello sind wunderbar aufeinander eingestellt. Das Ergebnis ist formvollendete Klangschönheit.

Absoluter Höhepunkt war das Klavierquintett Nr. 2 A-Dur, das Antonin Dvorák im Herbst 1887 in einer glücklichen Lebensphase komponiert hat. Gemeinsam mit Pianistin Magda Amara machen die vier Musiker des Steude-Quartetts diese Lebensfreude hörbar und lassen die reichhaltige Melodik der Komposition funkeln. Spannung entsteht durch kraftvolle Tutti-Passagen, die von lyrischen Motiven abgelöst werden.

 Neues Volksblatt

Herrlicher Wiener Streicher-Sound

...  In Wien etablierte sich das Quartett mit laufenden Konzertzyklen im Musikverein und im neuen Saal der Wiener Sängerknaben. .... Jene Glücklichen aber, die gekommen waren, konnten die wunderbar ausbalancierte Klangkultur des Wiener Streicher-Sounds, bewundernswerte Akribie im Zusammenspiel und feinsinnig nuancierte Akzente genießen.

Und das gleich bei Brahms' erstem Streichquartett, das der Meister in strenger Selbstkritik erst als 40-Jähriger freigab. Mit dem Streichquartett Nr.1 von Leos Janacek erklangen dann oftmals dem Tonfall der Sprache abgelauschte Melodien, die durch Kraft und intensiv-berührende Klanggestaltung beeindruckten. Für das Klavierquintett des Ungarn Ernö von Dohnanyi (1877-1960) in c-Moll op. 1, in dem der Einfluss von Brahms nicht zu überhören ist, kam die Pianistin Barbara Moser mit auf die Bühne: Mit gefälligen Passagen im Wechsel der Stimmen war das eher „leichte Kost“, die aber mit musikantischer Freude und in brillantem Zusammenspiel dargeboten wurden. Der große Jubel zeitigte das Scherzo aus einem Schumann-Quintett als Zugabe.

 

Kleine Zeitung - Graz

Glänzende Einspringer!

...  Volkhard Steude, der in seiner Kinder- und Jugendzeit die DDR erlebte und mit 23 Jahren der jüngste Konzertmeister der Wiener Philharmoniker wurde, drei weitere philharmonische Herren um sich.  Das Ensemble überzeugte bei Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Antonin Dvorak (op. 9) und Friedrich Smetana ("Aus meinem Leben") durch Harmonie, ausgewogenes Musizieren, Spielfreude und außerordentliche Dynamik. Speziell bei Mozarts D-Dur Streichquartett, KV 575, nützte jeder gekonnt die Gelegenheit zum primus inter pares.

Neues Volksblatt - Oberösterreich

Wiener Philharmoniker beehrten Marchtrenk

... Das Quartett musizierte in feinsinnigsten Farbnuancen zunächst die intim anmutende „Italienische Serenade“ in G-Dur von Hugo Wolf. An den „Sechs Bagatellen“ op. 9 von Anton Webern konnte man das gesponnene Klangnetzwerk wie ein dahin schwebendes, sich ständig veränderndes Gemälde bewundern. Dazu passend erklang Alban Bergs zweisätziges Streichquartett op. 3, das sich noch in der Sphäre Schönbergs bewegt, aber mit verfeinerten Ausdrucksmitteln beeindruckt. Nach der Pause kam mit der Pianistin [Barbara Moser] das mit Spannung erwartete Quintett des österreichischen Komponisten Franz Schmidt (1874—1939) zur Aufführung. Das leider selten zu hörende Werk faszinierte mit dem außergewöhnlich tief lotenden langsamen Satz und gemahnte an Schubert und Bruckner. Das Publikum war vom hochkarätigen Angebot an erlesener Musik begeistert und bekam zwei Zugaben.

Die Presse - Wien

Das Steude-Quartett auf dem Weg an die Spitze.

Das philharmonische Steude-Quartett statuierte in seinem jüngsten Abonnementkonzert im Souterrain des Musikvereins ein Exempel: Haydns „Reiterquartett“, vor allem in den Ecksätzen mit dem rechten, vorwärtsdrängenden Elan in seiner Energetik erfasst, stand einem handwerklich exzellent gemachten Quartett Ignaz Pleyels gegenüber, das in unverbindlichem Serenadenton allen vier Musikanten solistische Entfaltungsmöglichkeiten bot.

... Eingangs- und Hauptwerk desAbends ... Anton von Weberns Spätversuch, romantische Empfindsamkeit in klassizistischem Erzählablauf zu bündeln – der „Langsame Satz“ aus der Studienzeit bei Schönberg – ...  In diesem Schlüsselwerk, in dem uns eine Singstimme, regelwidrig wie in Beethovens Neunter, eine neue Zeit verkündet, löst Schönberg alle Klangromantik endgültig auf, treibt sie in extremer Ausdruckswut an die Spitze des im Dur-Moll-Rahmen noch Möglichen; und schließlich darüber hinaus. ... das Steude-Quartett lotete die Sphären aus, in geheimnisvollem Flüsterton, aber auch mit aufgewühlter, hemmungslos alle Fesseln des Guten, Wahren und Schönen sprengender Kraft.

Oberösterreichische Nachrichten

Brillante, packende Kammermusik

Das Steude Quartett und Barbara Moser begeisterten im Brucknerhaus

... Das Streichquartett in c-Moll op. 51/1 von Johannes Brahms aus 1865, ein Meisterwerk, erschloss einen unendlich weiten Kosmos in seinen deutlich differenzierten Sätzen. Es wirkte packend und einleuchtend interpretiert, schöpfte die Empfindungen aus, wusste zu schwelgen und zeigte deutlich seine inhaltliche Größe und spannende Dichte. Es war eine bewundernswerte Interpretation. Dieselben Eigenschaften dienten auch dazu, das 1923 entstandene Streichquartett Nr. 1 von Leos Janacek (1854-1928), Kreuzersonate genannt, restlos auszuschöpfen. .... Ernst von Dohnanyi (1877-1960) schrieb 1894/95 als 17-Jähriger das Klavierquintett Nr.1: Pianistin Barbara Moser schöpfte den Klavierpart restlos wie wirkungsvoll aus. Der Streicherpart wurde so plastisch vorgestellt, wie es die Noten hergeben. Das Werk gleicht in Summe einer sublimierten Salonmusik und ist im Konzertsaal kaum zu hören. Darum gebührt den Interpreten großes Lob für das engagierte Spiel und die Wahl. Ein Abend voll brillantem, packendem Musizieren.

Auf den lautstarken Beifall folgte als Zugabe das herrliche Scherzo aus Schumanns Klavierquintett op. 44 voll von frohem Lebensgefühl.

 

Die Presse - Wien

Das jüngste philharmonische Quartett

Das jüngste der philharmonischen Quartette konnte da alle Stärken ausspielen, von den quasi-impressionistischen, schillernden Farben im Zweiten Streichquartett Zoltán Kodálys über die aggressiven, doch dank vernünftiger Tempi auch feinsinnig nuancierten rhythmischen und harmonischen Akzente in Bartóks Nummer vier gab's viel auszureizen. Vor allem die Mittelsätze des euphemistisch als „in C-Dur“ angekündigten Werks gerieten zu klanglichen Meisterstücken.

Mochte im Pizzicato-Furor auch eine Saite reißen: Die Stimmung während der konzentrierten Pianissimi im zentralen Adagio verdichtete sich atemberaubend. Zuletzt schwelgerische Romantik mit der wunderbar anpassungsfähigen Barbara Moser am Steinway: Ernst v. Dohnányis Quintett op. 1 geriet zum herzerwärmenden Ausklang, gerade weil gesunder Musiziergeist jegliche Verkitschung verhinderte.

Neues Volksblatt - Oberösterreich

... Acht Jahre musizieren die vier Musiker aus den Erstbesetzungen der Wiener Philharmoniker bereits als Quartett zusammen, immer wieder suchen sie dabei auch die Begegnung mit anderen Künstlern. Diesmal stieß im ersten Teil des Abends  die Pianistin Barbara Moser für das Klavierquintett op. 44 von Schumann dazu. Eine überdeutliche Dominanz des brillanten Klavierparts nützt die Pianistin, um eine gewisse Führungsrolle zu übernehmen, die durch den Kirchenraum noch verstärkt wurde. Für das folgende Streichquintett in C-Dur (D 956) von Schubert holte man sich mit Franz Bartolomey den ersten Solocellisten der Philharmoniker ans Cello. Da stockte den Zuhörern fast der Atem ob dieses Pochens und der im wunderbaren Wiener Streichersound geschmeidig anklingenden Melodien. Glückliche Zuhörer im überfüllten Saal - was bringt man da noch als Zugabe? Mit einem Werk von Joseph Lanner holte man die Besucher wieder zurück in die Realität des Alltags.

Die Presse - Wien

Steude-Quartett: Kammermusik regt auf

Wenn es je einen Quartettabend gab, dessen Wichtigkeit sich vorab schon durch einen Blick ins Auditorium erwies, dann diesen. Wiens Generalmusikdirektor Franz Welser-Möst saß auf dem Balkon, Philharmoniker-Vorstand Hellsberg auf der Estrade, einer seiner Vorgänger und Operndirektor Dominique Meyer saßen im Parkett.

Was die vier philharmonischen Herren im Verein mit ihrem fulminanten jungen Klarinettisten-Kollegen Daniel Ottensamer und der nicht minder fulminanten Pianistin Barbara Moser zuwege brachten, war nicht mehr und nicht weniger als ein musikdramatisches Ereignis in drei Akten.

 Franz Schmidts hochexpressives, im Gedenken an die früh verstorbene Tochter des Komponisten geschriebenes B-Dur-Quintett inmitten. Barbara Moser hat die für den einarmigen Pianisten Paul Wittgenstein geschriebene Klavierstimme behutsam für beide Hände arrangiert und harmoniert blendend mit dem philharmonischen Ensemble: Was wienerische Spielkultur ist, ließ sich an den schlafwandlerisch sicher ausbalancierten Übergängen dieser Aufführung begeisternd studieren.

Zudem, nebst beschwingter Elegance im Finale, beschworen die Musikanten Stimmungen von entrückter Schönheit. Das Quartett umrahmte den Exkurs in die Wiener Spätromantik mit Schuberts Quartettsatz und Brahms' c-Moll-Quartett in – bei souveräner Formbeherrschung – atemberaubend eruptiven Darstellungen.